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Villa Artis - Einweihung
          

Zwei Ereignisse in einer Veranstaltung führten am Samstag viel geladene Prominenz aus der ganzen Region in der Villa urbana zusammen. Es galt, die Einweihung der Villa artis zu feiern und Jürgen Ehret nach 32 Amtsjahren als Bürgermeister mit der Ehrenbürgerwürde auszuzeichnen. Am Sonntag genoss die Bevölkerung das freundliche „Café artis“-Team, dem acht Service-Mitarbeiter mit Behinderung angehören, die Ausstellung im Köberle-Kunst- und Kulturzentrum sowie das einmalige Panorama. beeindruckende Zahlen des 2,3 Millionen-Euro-Objektes ließ Bürgermeister Martin Löffler bei der Festrede Revue passieren: 1,5 Millionen Euro kamen vom Europäischen Leuchtturmprojekt „Eule“, knapp 150.000 Euro von Spendern, 100.000 Euro vom Caritasverband Freiburg-Stadt als Betreiber und gut eine halbe Million von der Stadt. 
 

„Eine Investition in die Menschlichkeit, die sich immer lohnt“, so Löffler. Der Spannungsbogen zwischen historischer Rekonstruktion eines römischen Kornspeichers und moderner gastronomischer Einrichtung in Passivhaus-Qualität mit 2,6 Hektar Römerpark in einer Naherholungszone, sei Architekt Werner Oskar Höfler in nur 13 Monaten Bauzeit perfekt gelungen. Von der Einmaligkeit und den Entwicklungschancen der „Kunstwerkstatt“ und dem „Café mit Herz“ im Ensemble von Malteserschloss, Villa urbana und Villa artis schwärmte Caritas-Direktor Egon Engler. Es werde damit ein neues Kapitel in der Sozialgeschichte aufgeschlagen. Neben der Begegnung im Café schaffe die Kunst Dialog und „wischt den Staub des Alltags von der Seele“. Außerdem biete hier die Katholische Fachhochschule die praktische Ausbildung für Kunsttherapeuten.

Die „Aktion Mensch“ habe sich für das Projekt begeistern lassen und finanziere befristet eine halbe Personalstelle. Die Namensgebung des Kunst- und Kulturzentrums sei eine Hommage an die Franz-Köberle-Stiftung, die als größter Spendengeber aufgetreten sei. Jürgen Ehret habe mit dem Eule-Projekt ein großes Rad gedreht, so Engler, und mit seinem Engagement viele angesteckt. Viel Entwicklung stecke in der Villa artis, bestätigte Architekt Werner Oskar Höfler. Haus und Park seien konzipiert als ganzheitliche Antwort auf die historische Vergangenheit und die Moderne bis hin zu den „berühmt-berüchtigten“ Pylonen als Wegweiser. Weil Stadt und Caritas mit der Villa artis eine besondere Symbiose eingehen, symbolisierte Höfler zwei Häuser aus Holz, die noch nicht fertig entwickelt sind. An jedem Haus befestigte er die Hälfte eines Schlüssels. „Damit beide Nutzer die Tür zum Erfolg gemeinsam aufschließen“, erklärte er und überreichte sie an Martin Löffler und Egon Engler.

 Für die „Eule“ und das damit verbundene Ministerium Ländlicher Raum sprach Ministerialdirigent Hartmut Alker der Stadt Heitersheim die Glückwünsche zu dem Objekt aus. Es habe 16 tragfähige Konzeptionen gegeben, von denen letztlich sieben durchkamen, erinnerte er an den harten Wettbewerb. Bürgermeister Jürgen Ehret sei nicht immer ein einfacher, aber ein hartnäckiger Kandidat und Verfechter seiner Sache gewesen. Das Alleinstellungsmerkmal von Heitersheim bildete die Kombination von intensiver wissenschaftlicher Begleitung, Inklusion und Kunst. Um diesen Dreiklang nicht zu gefährden, appellierte er an die Kommunalpolitiker: „Bedenken Sie das Ende, bei allem, was sie tun.“ Die Sozialdezernentin Eva-Maria Münzer lobte das gelebte „Mitten drin statt außen vor“ in Heitersheim und gratulierte zu den außergewöhnlichen Modellstrukturen der Villa artis, an deren Namensgebung sie mitgewirkt habe. Der stellvertretende Diözesan-Caritas-Direktor Michael Müller betonte die gute soziale Temperatur und Lebensqualität in Heitersheim, die mit der Caritas-Kampagne 2011 „Kein Mensch ist perfekt“ korrespondiere. Die Villa artis, war er sicher, werde über die Diözesangrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregen.

Text: Sabine Model

Das Projekt "Villa artis" wird durch die EU, das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie das Entwicklungprogramm Ländlicher Raum (ELR) gefördert!
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